Befristeter Verlustabzug nach § 8c KStG
13. August 2018

Im Rahmen der Unternehmensteuerreform 2008 wurde § 8c des Körperschaftsteuerge-setzes (KStG) eingeführt. Danach konnten Verlustvorträge der Körperschaft in den Folgejahren anteilig nicht mehr zur Verrechnung mit Gewinnen herangezogen werden, wenn innerhalb von fünf Jahren mehr als 25% und bis zu 50% der Anteile an der Körperschaft übertragen wurden ("schädlicher Beteiligungserwerb“).
§ 8c KStG wurde in 2017 insoweit teilweise für verfassungswidrig erklärt. Das Bundesverfassungsgericht hat den Gesetzgeber beauftragt, bis Ende 2018 eine rückwirkend ab 2008 geltende Neuregelung zu treffen.
Anfang August hat das Bundeskabinett nun einen Gesetzentwurf beschlossen, wonach der anteilige Verlustausschluss aufgrund von schädlichen Beteiligungserwerben dann nicht eintritt, wenn diese nach dem 31.12.2007 und vor dem 01.01.2016 stattgefunden haben.
Die Vorschrift ist dann wieder auf schädliche Beteiligungserwerbe anzuwenden, sofern diese nach dem 31.12.2015 erfolgten.

13.08.2018 I Stefan Riehle

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