Geschäftsführerhaftung und D&O-Versicherung
18. Februar 2019

Das OLG Düsseldorf hat am 20. Juli 2018 ein Grundsatzurteil zur Vermögensschaden-haftpflichtversicherung für Vorstände, Geschäftsführer und Leitende Angestellte (sog. D&O-Versicherungen) gefällt (Az. 4 U 93/16). Danach muss die D&O-Versicherung nicht eintreten, wenn ein GmbH-Geschäftsführer persönlich wegen nach Insolvenzreife getätigter Zahlungen haftbar gemacht wird.
Die OLG-Entscheidung ist insbesondere für Führungskräfte von Unternehmen von großer und weitreichender Bedeutung. Die Praxis zeigt, dass im Rahmen von Insolvenzverfahren oftmals GmbH-Geschäftsführer gemäß § 64 GmbHG wegen Zahlungen persönlich in Anspruch genommen werden, die nach Insolvenzreife getätigt wurden.

Unser Rat:
Geschäftsführer sollten dringend ihre bestehenden D&O-Versicherungsverträge dahingehend überprüfen lassen, ob diese den insolvenzrechtlichen Ersatzanspruch i.S.v. § 64 S. 1 GmbHG explizit abdecken, andernfalls bestehen hier hohe Risiken für den Geschäftsführer.

18.02.2019 I Dr. Wolfgang Durach

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