Rückwirkende Rechnungsberichtigung – BFH folgt EUGH
11. Januar 2017

Mit seinem am 21.12.2016 veröffentlichten Urteil (V R 26/15) folgt der BFH dem jüngst vom EuGH erlassenen Urteil „Senatex“ (C-518/14) und erkennt die rückwirkende Rechnungsberichtigung an.
Hierbei geht der BFH, anders als der EuHG, allerdings von gewissen Mindestanforderungen an eine Rechnung aus und erachtet Angaben zum Rechnungsaussteller, zum Leistungsempfänger, zur Leistungsbeschreibung, zum Entgelt sowie zur gesondert ausgewiesenen Umsatzsteuer als zwingende Voraussetzungen für das Vorliegen einer Rechnung und somit als Voraussetzung für eine mögliche Berichtigung. Die Berichtigung kann bis zum Schluss der letzten mündlichen Verhandlung vor dem Finanzgericht erfolgen.
Unabhängig von der erfreulicherweise nun auch vom BFH anerkannten rückwirkenden Berichtigungsmöglichkeit sollten Eingangsrechnungen weiterhin genau überprüft und schnellstmöglich korrigiert werden.

11.01.2017 I Jens Illeson

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