Änderung der Anspruchsvoraussetzungen beim Kindergeld ab 2016

Aufgrund der Ergänzung des § 62 Abs. 1 EStG ist es ab dem 01.01.2016 grundsätzlich für den Bezug von Kindergeld erforderlich, dass der zuständigen Familienkasse sowohl die Steueridentifikationsnummern des Kindergeldberechtigten als auch die der Kinder vorliegen. Sollten die Steueridentifikationsnummern der zuständigen Familienkasse noch nicht vorliegen, wird das Kindergeld laut Stellungnahme der Familienkasse ab Januar 2016 dennoch zunächst weiterhin unverändert ausbezahlt. Die betroffenen Kindergeldberechtigten sollen im Laufe des Jahres 2016 schriftlich durch die Familienkassen aufgefordert werden, die fehlenden Steueridentifikationsnummern nachzureichen. Soweit bis zum Ende des Jahres 2016 die eventuell fehlenden Informationen nicht nachgereicht werden, werden nach dem derzeitigen Kenntnisstand die Familienkassen die bereits für das Jahr 2016 ausbezahlten Kindergeldbeträge zurückfordern.

Die Steueridentifikationsnummern werden durch das Bundeszentralamt für Steuern an jede Person, welche mit Wohnsitz in Deutschland gemeldet ist, vergeben und mitgeteilt bzw. ist auf dem letzten Einkommensteuerbescheid oder auf der Lohnsteuerbescheinigung des Arbeitgebers zu finden. Ebenfalls können die Steueridentifikationsnummern beim Bundeszentralamt für Steuern erneut schriftlich (BZSt, Referat St II 3 in 53221 Bonn) oder via E-Mail unter infoidentifikationsmerkmalde angefordert werden.

19. November 2015 I Stephan Winter

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Im kommenden Jahr müssen Kindergeldberechtigte eindeutig identifizierbar sein. Dadurch sollen doppelte Auszahlungen verhindert werden. Deshalb müssen Eltern ab 1. Januar 2016 ihre eigene Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-IdNr) sowie die ihrer Kinder schriftlich der Familienkasse melden

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